Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der „afrikanische Riese“ über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3 Prozent sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.
Die größte ökumenische Frauenbewegung
Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Frauenbewegung - sozusagen die längste Gebetskette der Welt. Er wird in über 120 Ländern gefeiert. Der Weltgebetstag will den Blick schärfen für weltweite Herausforderungen. In den Gottesdiensten ergreifen Frauen das Wort, deren Stimmen sonst oft nicht gehört werden. Die Verfasserinnen der Liturgie kommen diesmal aus Nigeria. Sie laden dazu ein, sich mit den Belastungen des Lebens auseinanderzusetzen und Stärkung im Glauben zu finden. So wird dieses Bibelwort inspirieren: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." (Matthäus 11,28-30)
Auch in den Kirchen der Region wird am Freitag, den 6. März mit den vorbereiteten liturgischen Elementen Weltgebetstags-Gottesdienste gefeiert. Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher nehmen Anteil an den Sorgen von Frauen eines anderen Landes, lassen sich aber auch von ihrer Hoffnung, Stärke und ihrem Glauben begeistern.
In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.
Hoffnung schenkt vielen Menschen in dieser existenzbedrohenden Situation ihr Glaube. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.
„Wir hören die Stimmen aus Nigeria, lassen uns von ihrer Stärke inspirieren und bringen unsere eigenen Lasten vor Gott. Es ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung. Seid willkommen, wie ihr seid“, heißt es von den Organisatorinnen
Übersicht über alle Gottesdienste am 6. März zum Weltgebetstag in der Region
- Algenroth Backhauskapelle 18.00 Uhr
- Bad Schwalbach Kreuzkirche 18.00 Uhr
- Bleidenstadt Katholische Kirche St. Ferrutius 18.00 Uhr
- Born Evangelische Kirche 18.00 Uhr
- Hahn Evangelisches Gemeindehaus 18.00 Uhr
- Idstein Evangelisches Gemeindehaus 19.00 Uhr
- Laufenselden Katholischer Pfarrsaal 18.00 Uhr
- Michelbach Evangelische Kirche 18.00 Uhr
- Nauroth Evangelisches Gemeindehaus 18.00 Uhr
- Niedergladbach Haus Ägidius 18.00 Uhr
- Niederseelbach Evangelisches Gemeindehaus 18.00 Uhr
- Oestrich-Winkel Evangelische Kirche 15 Uhr
- Panrod Evangelische Kirche 18.00 Uhr
- Rüdesheim Evangelische Gemeindehaus 18.00 Uhr
- Schlangenbad St. Ägidius Niedergladbach 18.30 Uhr
- Steinfischbach Evangelisches Gemeindehaus 18.30 Uhr
- Walsdorf Evangelisches Gemeindehaus 19.00 Uhr
- Wallbach Evangelisches Gemeindehaus 18.00 Uhr